Zwanzig Jahre nach Fall des eisernen Vorhangs sind in Ostdeutschland zwar noch nicht überall blühende Landschaften vorhanden. Vielfach sind jedoch durch Eigeninitiative, Ideenreichtum und Erfindergeist florierende Firmen und beachtenswerte Wirtschaftsstandorte entstanden. Auch wenn manches Projekt und einige Regionen noch Potential haben, so überwiegen bei Weitem die positiven Eindrücke, wenn man Reiseeindrücke von heute mit denen aus der unmittelbaren Vorwendezeit vergleicht.
Und dann gibt es da leider auch noch die ewig gestrigen, die der guten alten Zeit nachtrauern, wie z. B. die Rechtsanwälte Morgenstern, Hielscher und Geißler, die unter dem in Jena international bekannten Namen MHG Law firmieren. Diese auch als „Musketiere der Rechtswissenschaften“ bekannten Glaubenskrieger haben sich mal wieder ein neues Husarenstück ausgedacht rsp. ein uraltes Geschäftsmodell abgekupfert. Dabei wird so vorgegangen, wie es das gute alte ZK über Jahrzehnte mit der Volkversammlung und damit dem Volk selber angestellt hat. Es wird die sogenannte Champignonpolitik* angewandt und das geht so:
Suche Dir einen aktuellen Rechtsfall, bei dem es möglichst viele Geschädigte gibt. Besorg’ Dir deren Adressen und stelle den ahnungslosen Mandanten die Möglichkeit einer Sammelklage in Aussicht. Da denkt dann jeder Geschädigte erstmal an niedrige Kosten (durch sog. economies of scale) und in der Masse sind wir stark – denkste!
Massenrundschreiben der MHG Rechtsanwälte aus Jena
In diesem Schreiben wird bewusst suggeriert, dass fuer € 25 irgendein Kundenmehrwert generiert wuerde! Faktisch steht hinter diesem Serienschreiben kühles kaufmännisches Kalkuel, denn multipliziert man die schnoeden € 25 mit 4000 und mehr potentiellen Anspruchsinhabern, so kommt man schnell auf eine sechsstellige Umsatzsumme (im konkreten Fall also € 100.000!), für die clevere Anwaltskanzlei.
Dies wohlgemerkt vorweg, ohne einen spuerbaren Kundennutzen rsp. einen Funken von Erfolg vor dem Kadi fuer die Mandanten erreicht zu haben.
Damit sind wir nun wieder bei der These, vom Anfang dieses kleinen Diskurses, gelandet. Die Kanzlei bewegt sich in guter alter ZK-Tradition im vollkommen sinnfreien Bereich und feiert sich selbst, da keinerlei Mehrwert außer einem "klitzekleinen" Eigennutzen, geschaffen wird.
Da bleibt nur die Hoffnung, dass die Herren Geißler, Hielscher und Morgenstern irgendwie doch noch ihren Weg in die Politik finden und dort dann offiziell als jederzeit mietbare Luegner und Betrueger von Berufs wegen enttarnt werden – solange sie nur bitte nicht weiter die serioese Anwaltschaft in Misskredit bringen.
Es schrieb' ein "Betroffener" (Berufs-Kollege), der seine Taetigkeit nicht nur des schnoeden Mammons wegen, sondern aus Berufung, mit Herzblut und Verantwortung ausuebt!
*Im Dunkeln lassen und mit Scheisse füttern
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